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Kerstin Doberentz - Serengeti-Fotoworkshop Teilnehmerin - berichtet:

"Eine friedlich grasende Herde Impalas unter einer Schirmakazie, eine fast unendliche Ebene im gleißenden Sonnenlicht, das tausendfache Zirpen der Grillen und Zikaden und das dumpfe Grollen aus einer Löwenkehle – das sind Bilder, die vor meinem inneren Auge entstehen wenn ich von Afrika höre. Zugegeben ich bin vom Virus „Afrika“ infiziert.


Im Februar für zwei Wochen dem Wintergrau in Deutschland zu entfliehen, war somit nicht das einzige Argument, mich für diese Fotoworkshop-Reise nach Tansania zu entscheiden.
Unter der Federführung von CANON Deutschland und unter der Leitung der preisgekrönten Wildlifefotografin Gabriela Staebler begaben sich mit mir 10 fotobegeisterte Afrikafans und –neulinge auf eine aufregende Safari.


Nach einem zehnstündigen Flug und einer kurzen Gewöhnungsphase warteten die ersten Motive auf uns. Jeder hatte an diesem ersten Tag zunächst die Gelegenheit, ganz für sich mit der neuen Situation (Menschen, Klima, Fotobedingungen) zurecht zu kommen. „Warmschießen“ nannte Gabriela das.


Die folgenden Tage waren ausgefüllt mit Erlebnissen, die Fotografenherzen höher schlagen lassen.
Da gab es die bekannten Motive mit Elefanten im Schlammbad, herumtobenden Affenbanden, Giraffen, die mit langen Zungen die Blätter von den stacheligen Akazien zupften und immer wieder Elefanten. Tausendfach schon abgelichtet und doch immer wieder neu.

Vor allem war es aber spannend, dies alles selbst hautnah erleben zu dürfen.
Die Big Five ließen dann zwar noch etwas auf sich warten, aber Gabriela Staebler öffnete uns in der Zwischenzeit auch die Augen für eher ungewöhnliche und „kleine“ Motive und ließ jeden nach Herzenslust mit Brennweiten und Belichtungszeiten experimentieren.

Die uns dafür von CANON Deutschland zur Verfügung gestellte Ausrüstung, ließ auch wirklich keine Wünsche offen.
Angefangen von digitalen Spiegelreflexkameras über Weitwinkelobjektive bis hin zu Konvertern und extremen Teleobjektiven konnte alles ausprobiert werden, ohne dass wir dieses umfangreiche „Werkzeug“ selbst kaufen mussten. Selbstverständlich war so mancher nach dieser Reise so begeistert, dass der Gang ins nächste Fotogeschäft zuhause wohl nur eine Frage der Zeit war.


Auch Analog-Fotografen waren mit von der Partie und konnten hier die ersten Erfahrungen mit digitalen Kameras sammeln.
Die umfangreiche Ausrüstung und die angenehm kleine Gruppengröße machten mit Hilfe eines Rotationsprinzips ein Experimentieren nach Lust und Laune möglich.


Keinem der Teilnehmer fiel es wirklich schwer, morgens in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu kriechen.
Denn ein Sonnenaufgang mit all seinem Farbenrausch und unbeschreiblichem Zauber lässt auch den noch so versierten Afrikabesucher immer wieder von Neuem staunen.

Jeder Tag versprach etwas ganz besonderes. Klippschliefer, die kleinsten Verwandten des Elefanten, gab es in Felsspalten zu entdecken; Stachelschweine auf ihrem Morgenspaziergang, Löffelhunde und auch Feldhasen gerieten zum Ereignis.
Die langersehnten Highlights erwarteten uns in der Serengeti.

Mit richtig viel Anfängerglück gelang es mir, meinen ersten Leoparden zu fotografieren. Allerdings waren wohl beide Seiten über das Auftauchen des jeweils anderen eher erstaunt. Geparden bei der Jagd und Löwen beim Frühstück zu erwischen war uns ebenfalls vergönnt. Genauso wie wohl ein absolut einmaliger nur wenige Sekunden dauernder Anblick – Elefanten bei der Paarung.


Um all diese Erlebnisse zu verarbeiten, haben die wenigen Stunden zwischen den Morgen- und Abend-Gamedrives gar nicht ausgereicht. Dazu kamen noch die vielen Tipps und Hinweise, die wir von Gabriela Staebler erhielten, damit aus uns wenn schon keine perfekten, dann aber doch bessere Tierfotografen werden.

Täglich gab es bei einem kurzen Stopp mitten in der afrikanischen Savanne thematisch geordnete Workshops, deren inhaltlicher Bogen sich über die Belichtung und Blende bis zur Bildgestaltung zog.

Und kaum waren die Lunchpakete verzehrt, konnten die Anregnungen auch schon in die Tat umgesetzt werden.
Auch während der Fahrt stand Gabriela mit Rat und Tat bei Fragen und Unsicherheiten helfend zur Verfügung.

Zusätzlich zur Ausrüstung hatte CANON Deutschland noch ihren Mitarbeiter Jörg Kyas mitgeschickt, der nicht nur das Equipment verwaltet hat, sondern auch bei technischen Fragen Rede und Antwort stand.
So mancher von uns hat ihn ganz schön eingespannt, schließlich war es doch für einige das erste Mal mit digitaler Kamera zu arbeiten. Er hat aber zu fast jeder Tages- und Nachtzeit unsere bohrenden Fragen mit stets freundlichem Langmut ertragen.


Diese Safari hat bei einigen von uns nicht nur den fotografischen Horizont erweitert, sondern auch so manche heimliche Sehnsucht gestillt.

In vielen Bildern der Teilnehmer spiegelt sich die Begeisterung beim Fotografieren und das Out-of-Africa-Gefühl wider. Gabriela Staebler hat sich redlich bemüht, jedem von uns etwas von der Liebe zu Afrika zu vermitteln, die sie selbst immer wieder in diese Gegend der Welt treibt.

Bei einigen von uns tragen diese Anstrengungen schon Früchte. Wer einmal vom Virus Afrika infiziert ist, der wird ihn so schnell nicht wieder los. Vielleicht heißt es ja auch im nächsten Jahr für so manchen von uns – safari njema! (Gute Reise!)"

Kerstin Doberentz

 
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